Eine geniale Rechtfertigung um dein Gewissen zu beruhigen.
Eine geniale Rechtfertigung, warum niemand deine Blogartikel liest.

Sie ist so gut, dass du (und viele andere) diese Entschuldigung glauben und akzeptieren. Aber ich sage dir eines: Es ist nur eine Rechtfertigung (du kannst auch Ausrede dazu sagen).

Die Rechtfertigung lautet etwa so:
“Meine Nische ist zu spezifisch. Deswegen habe ich nur einen kleinen Leserkreis.” oder “Mein Thema ist nicht besonders spannend.”

Diese oder ähnliche Sätze höre ich oft bei Menschen, die einen Blog betreiben oder Beiträge für Magazine, Zeitschriften etc. schreiben.

Ich sage dir jetzt die Wahrheit:

Du kannst über jedes Thema (auch wenn es auf den ersten Blick langweilig erscheint) so schreiben, dass du mit der Zeit (ja, es kostet Zeit und Disziplin) ein großes Publikum aufbauen kannst. Übrigens auch ein Publikum, das bereit ist für deine Inhalte zu bezahlen.

Wir alle kennen große “Influencer” – oder solche, die sich dafür halten 😉
Menschen, die hunderttausende Leser bzw. Follower haben. Berühmte Blogger, Podcaster oder YoutuberInnen, die über trendige Themen schreiben oder reden:
Die neueste Technik, Modetrends oder Online-Marketing.

Klar, wenn wir uns mit denen vergleichen, ist es eine einfache Ausrede zu sagen: “Meine Artikel beschäftigen sich eben mit wirklich wichtigen Themen und sind nicht so seicht.” oder “Ich schreibe für Menschen mit Tiefgang und davon gibt es eben viel weniger.”

Also liegt es am Thema meiner Artikel …

Wirklich?

Ich behaupte, dass ist nur eine Ausrede für unsere kleine Leserzahl. Eine seichte Entschuldigung dafür, dass kaum jemand meine Artikel liest und auch mein Einkommen dementsprechend seicht ist.

Willst du die Wahrheit wissen?

Nicht die Inhalte sind langweilig, sondern die AutorInnen.
Es gibt keine langweiligen Themen.
Es gibt nur Menschen, die langweilig schreiben.

Ich bin davon überzeugt, dass du mit jedem Thema ein passendes Publikum (und Einkommen) aufbauen kannst.

Du brauchst keine hunderttausend “Follower”. Du brauchst keine zehntausend Besucher im Monat auf deiner Website.

Alles, was du brauchst sind 1000 bis 2000 wirklich interessierte Menschen.

“Echte” Fans und keine “gehypten”, die bei nächster Gelegenheit zum nächsten Trend (und zum nächsten Blogger) wechseln.

Treue, interessierte LeserInnen sind der Schlüssel.
Diese Menschen sind auch gerne bereit für deine Angebote zu bezahlen.

Es liegt also nicht an deinem Thema.

Es liegt an der Art und Weise, wie du schreibst. Schaffst du es mit deinen Artikeln Menschen zu erreichen, zu unterhalten, zu informieren und Vertrauen aufzubauen?

Hier sind 3 Tipps von mir, damit deine (Blog)Artikel auch wirklich gelesen werden – egal zu welchem Thema du schreibst:

Noch eine Sache vorweg: Einen erfolgreichen Blog aufzubauen kostet Zeit und Arbeit. Das geht nicht von heute auf morgen.

Bei entsprechender “Schreibdisziplin” kannst du etwa mit einem Jahr rechnen, bis dein Blog “läuft” und Einnahmen herein kommen, die auch der Rede wert sind (vorausgesetzt du hast ein Produkt bzw. eine Dienstleistung). Wenn du gut bist, kann es natürlich auch innerhalb von 6 Monaten funktionieren …

Tipp 1 – “Schuster, bleib bei deinen Leisten”
Dieses Sprichwort besagt, dass jemand, der nicht viel Ahnung in einem bestimmten Bereich hat, sich lieber mit seiner Meinung zurückhalten und sich auf Dinge konzentrieren sollte, von denen er etwas versteht.

Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein … ist es aber oft nicht.

Ich habe einige Newsletter abonniert und lese viele Blogartikel zu allen möglichen Themen. Und manchmal frage ich mich … “Häh?”

Wieso schreibt die Bloggerin, die gute Beiträge zum Thema vegane Ernährung verfasst plötzlich einen Artikel über Aktienanlagen. Und wieso meint der Marketing-Autor auf einmal etwas zum Thema Partnerschaft zu verstehen?

Du hast meinen Punkt?

Natürlich kann sich die Bloggerin für Aktien interessieren, aber “brennen” sollte sie für ihr Thema vegane Ernährung. Das ist ihre Expertise. Das ist ihr “Königreich”. Das sollte ihr “Blogging-Reich” sein und bleiben.

Bleib mutig bei deinem Thema. Tauch tiefer und immer tiefer darin ein. Bleib bei deinen Leisten …

Tipp 2 – Finde deine “Herzstimme”
Es gibt Menschen, die echte Experten auf ihrem Gebiet sind und trotzdem todlangweilig sprechen oder schreiben.

Das liegt daran, dass sie keine eigene “Stimme” entwickelt haben. Und ich spreche hier nicht von der Stimme, die in Form von Lauten aus deinem Mund kommt.

Ich meine die “Stimme”, die aus deinem Herzen kommt. Die Stimme, die dein inneres Wesen, deine Art zu denken, deine Überzeugungen und deine Art zu leben ausdrückt.

Diese “Herzstimme” entsteht durch das, woran du glaubst. Diese Stimme muss sich in deinen Texte widerspiegeln.

Niemand ist so wie du. Niemand schreibt so wie du.

Wenn du es schaffst, dein Herz in deine Texte fließen zu lassen, hast du deine wahre Schreibstimme gefunden.

Dazu musst du mutig sein. Hab keine Angst vor offenen Worten und klaren Standpunkten. Schreib aus dem Herzen …

Tipp 3 – Würze mit einer Prise Humor
Eine Umfrage von Lemonswan zum perfekten Mann ergab: Für 73% der Frauen muss der Mann auf jeden Fall Humor haben.

Und das gilt nicht nur für Männer, sondern auch für deine Texte.

Reine Information reicht nicht aus. Die Gebrauchsanleitung deines TV-Geräts ist auch informativ und nützlich aber nicht wirklich unterhaltsam. Wer liest schon mit Begeisterung eine Gebrauchsanleitung?

Unterhaltung bzw. Humor sind wesentliche Zutaten jedes Artikels.

Deine LeserInnen nur auf der sachlichen und nicht auf einer humorvoll-emotionalen Ebene zu erreichen, langweilt sie auf Dauer. Sie werden nicht bleiben …

Aber übertreibe es nicht. Feiner Humor, geschmackvolle Ironie und pointierter Witz sind das Salz in der Blogger-Suppe. Brachiale oder peinliche Witze schrecken nur ab.

Finde die Prise Humor, die zu deiner Schreibstimme (siehe Tipp 2) passt und bringe deine LeserInnen zum Lächeln. Damit gehörst du zu den oberen 10% der “nicht-langweiligen” BloggerInnen.

Übernimm ab heute Verantwortung für deine Texte.
Hör auf Rechtfertigungen dafür zu suchen, warum du zu wenige LeserInnen hast.
Beherzige meine 3 Tipps und frage dich, wie du diese praktisch für deine Artikel umsetzen kannst.

Schreib erfolgreich und sei erfolgreich …

Chris

PS: Kennst du jemanden, der meine Artikel nützlich finden würde? Empfiehl meinen Blog weiter.

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