Sie gehört (neben der Startseite) zu den wichtigsten Elementen deines Webauftritts. Bei einer herausragenden Über-Mich-Seite gibt es viel zu bedenken.

Aber die gute Nachricht ist: Du hast bereits alle Zutaten in der Speisekammer deines Unternehmens herumstehen. Du musst sie nur finden und geschmackvoll zubereiten.

  • Weißt du, wer du bist?
  • Kennst du dein spezielles Angebot bzw. deine Dienstleistungen?
  • Ist dir bewusst, wer genau deine Zielgruppe ist?
  • Weißt du, welche Lösungen du deinen Besuchern für welche Probleme anbietest?
  • Ist dir klar, warum du tust, was du tust?

Falls du nur verschwommene Antworten auf diese Fragen geben kannst … dann zurück an den Start. Nimm dir ausreichend Zeit glasklare Aussagen dafür zu finden.

Benötige ich überhaupt eine herausragende Über-Mich-Seite?

Antwort: Natürlich. 08/15 Über-Mich-Seiten gibt es genug da draußen.

Diese Seite ist für deinen Webauftritt von entscheidender Bedeutung, egal ob du EinzelunternehmerIn bist oder ein großes Unternehmen betreibst.

Die Seite selbst bringt dir wahrscheinlich nicht mehr Besucher, aber sie ist definitiv eine der meist angeklickten Seiten deines Webauftritts.

Diese Seite gibt dir ein Gesicht. Sie zeigt den Menschen, der hinter all dem steht.

Besucher erwarten sie. Besucher suchen sie. Besucher brauchen sie. Es ist schade, wenn die Seite miserabel geschrieben ist.

Eine gut gestaltete Website zieht Besucher an. Aber es ist der Inhalt, der Besucher auf deiner Seite hält.

Was darf eine Über-Mich-Seite NICHT sein?

1. Eine Autobiographie.
Ja, die Seite heißt „Über mich”, aber in Wirklichkeit heißt sie “Über den Besucher”. Die Menschen klicken nicht darauf, weil sie deine gesamte Lebensgeschichte lesen wollen.

Menschen suchen nach Lösungen für ihre Probleme. Sie möchten wissen, ob sie dir vertrauen können. Und komme schnell auf den Punkt. Leser haben wenig Zeit.

2. Eine Unternehmensgeschichte.
Es kann ja sein, dass der Weg zu deinem Unternehmen spannend und auch von Bedeutung für dich ist. Aber pack diese Geschichte lieber in einen Blog-Artikel.

3. Langweilig.
Bevor du eine schlechte Über-Mich-Seite hast, ist es besser gar keine zu haben. Lass dir etwas einfallen …

4. Ein Ausdruck falscher Bescheidenheit.
Gerade wenn du Artikel veröffentlichst … „Ja, ich gebe hier so ein paar Gedanken von mir. Wenn ihr sie lesen wollt, dann finde ich das toll. Wenn nicht, dann kann ich das auch verstehen.“

Wenn du dich nicht ernst nimmst, werden es die anderen auch nicht tun. Schreibe selbstbewusst und klar, wer du bist. Authentizität! Du bist ExperteIn … zeige dich auch so!

Die Zutaten einer Über-Mich-Seite

1. Ein gutes! Foto + Name
Investiere in ein schönes Portraitfoto. Zeige dich von deiner natürlichen Seite. Finde eine Balance zwischen Professionalität und Seriosität.
Trotzdem … es darf niemals ausschließlich um dich gehen. Der Mensch, der uns am nächsten steht, ist man immer selbst und auch auf der Über-Mich-Seite wollen Besucher bei ihren Fragen und Bedürfnissen abgeholt werden.

2. Das Thema, das Mission-Statement
Sage hier in einem oder zwei Sätzen, worum es auf deiner Seite geht. Worum geht es dir mit deinem Angebot:
“Ich begleite dich auf deinem Online-Weg zum Erfolg.”
“Ich unterstütze sie dabei, wieder JA zum Leben sagen zu können.“

3. Der Nutzen
Das ist nicht das Gleiche wie das Thema.
Thema = Inhalt. Nutzen = was hat der Besucher davon.
Der Nutzen muss klar kommuniziert werden.

“Auf dieser Seite findest du Ressourcen, wie du dein Leben glücklich und erfüllt leben kannst.”
“Hier findest du Antworten auf diese Fragen …”
“Mit den Werkzeugen, die ich dir auf dieser Seite vorstelle, kannst du …”

4. Biographisches
Kurz und knackig. Keine langen Aufzählungen deiner Ausbildungen. Wenn Zertifikate oder berufliche Stationen für dich wichtig sind, dann präsentiere sie  in “aufklappbarer Form” … d.h. erst nach Klick lesbar oder als PDF zum Download.

Wenn Besucher auf deiner Über-Mich Seite landen, haben sie schon Interesse an dir. Das sollten wir nicht leichtfertig verspielen. Das Interesse kann noch unterstützt werden durch …

5. Social Proof
Dieser dient dem Aufbau von Glaubwürdigkeit und deines Expertenstatus.
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten.
– Wenn du es nutzt: Facebook, Twitter, Instagram
– Testimonials/Klientenstimmen (auch wenn schon auf anderen Seiten vorhanden)
– Referenzen (z.B. Logos von Kooperationspartnern bzw. Kunden, wenn diese es dir erlauben)

6. Kontaktmöglichkeit & CTA (Call to action)
Gib dem Besucher die Möglichkeit etwas auf dieser Seite zu “tun”: Lass ihn irgendwo hinklicken oder seine Email-Adresse eintragen (wenn du z.B. einen Newsletter versendest).
Ansonsten biete die Möglichkeit dir eine Frage über ein Formular zu stellen und gib deine Email oder deine Telefonnummer an.

7. Der Seitenname
Bitte nenne die Seite “Über Mich”, “Mehr zu mir” oder verwende deinen Vornamen. Verkneife dir innovative Bezeichnungen wie “Meine Essenz” o.ä.
“Über Mich” mag zwar nicht originell sein, aber deine Besucher müssen diese Seite auf den ersten Blick erkennen. Kein Ratespiel “Wo versteckt sich die Über-Mich-Seite” ….

Was sonst noch …

Diese Zutaten sollen NICHT in dieser angegebenen Reihenfolge angeführt werden!

Beginne auf jeden Fall mit etwas Unüblichem.
Das kann witzig, originell oder auch “schräg” sein. Hebe es durch Fettformatierung hervor oder stelle eine provokante Frage.

Bitte auf keinen Fall: “Mein Name ist …. Willkommen auf meiner Über-Mich-Seite”. Deine Besucher sind doch nicht bescheuert. Sie wissen genau, auf welcher Seite sie sich befinden 😉

Beispiele gefällig?

Hier drei Beispiele gelungener Über-Mich-Seiten:

Mein eigener Blog “Typisch-Mann”:
https://www.typisch-mann.at/wie-tickt-ein-mann-eigentlich/

Eine (von mir gebaute) Seite … Pamela Bechler, Lebensforscherin und Coach:
https://pamelabechler.com/uber-mich/

Eine Texterin aus Wien:
https://www.textgespuer.at/texterin-aus-wien/

Zum Schluss

Wie ich schon gesagt habe: Du hast bereits alles, was du brauchst um eine herausragende Über-Mich-Seite zu schreiben. Nimm dir unbedingt einige Stunden Zeit um etwas Besonderes daraus zu kreieren.

Die Seite soll nicht perfekt sein. Sie soll DICH ausdrücken. Menschlich und authentisch.

Und wenn diese ganzen Zutaten dir überhaupt nicht entsprechen, dann ist es auch ok. Wirf sie auf den Müll und mach dein eigenes Ding.

Aber sei eines nicht: Gewöhnlich.